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Umbauten - Modifikationen - Basteleien:

Es gibt immer was zu tun. In dieser Seite geht es mu Modifikationen, Anpassungen, Bastelarbeiten, Umbauten usw. die ich in Verbindung mit meinen Hobby getätigt habe. Es soll sich dabei um Anregungen und Tipps handeln die einem das Leben etwas einfacher gestalten.

Es wird darauf aufmerksam gemacht, dass jeder Nachbau auf eigene Verantwortung und Risiko geschieht. Ich muss jederlei Haftung für eventuell entstandenen Schaden ausschließen.
Newton  Hauptspiegel reinigen
Die Reinigung der hochempfindlichen Spiegel eines Newton Teleskopes ist immer eine sehr heikle Angelegenheit. Da die reflektierende Schicht, als dünner Belag, auf den Spiegel aufgebracht wurde, ist es auf keinen Fall angebracht mit normalen Reinigungsmittel daran herum zu probieren.

Für meinen Newton hat sich bisher folgende Vorgansweise bewährt:

  1. Demontage des Spiegelhalters vom Tubus
  2. Vorsichtiges lösen und entfernen der Spiegelhalter
  3. Abspülen mit klarem Wasser um die Oberfläche von grobem Schmutz zu reinigen
  4. Anschließend wird der Spiegel für längere Zeit in ein Gefäss mit Osmosewasser eingelegt. Da Osmosewasser absolut reines Wasser ist kann es auch keine Kaltflecken hinterlassen. Der Zeitraum ist natürlich von der Art Verschmutzung abhängig. Ich bin mit Zeiten von 1 - 2 Stunden ausgekommen. Das Osmosewasser kann ich selbst herstellen, da die Anlage für die Aquaristik angeschafft wurde. Alternativ wäre natürlich auch destilliertes Wasser möglich.
  5. Bis sich möglichst viele Staubpartikel im Wasser gelöst haben gibt es einiges anderes zu Tun.
  6. Da mein Tubus mit Velourfolie ausgekleidet ist erfolgt zuerst das gründliche aussaugen des Tubus.
  7. Der Fangspiegel wird auf Verunreinigungen geprüft und bei Bedarf vorsichtig gereinigt. Dazu verwende ich  immer zuerst Druckluftspray aus der Dose. Dieser ist zum Reinigen meiner anderen Optischen Geräte fast immer vorrätig und entfernt möglicht schon alle festen Bestandteile (zB Staub). Die weitere Reinigung erfolgt mit einer geeigneten Reinigungsflüssigkeit aus dem Zubehörbereich.
  8. Bevor es mit dem Spiegel weitergeht werden auch noch alle im Tubus befindlichen Teile (Schrauben Spiegelhalter usw.) überprüft und bei bedarf nachgeschwärzt.
  9. Wenn sich die Verschmutzungen am Hauptsspiegel lösen wird der Spiegel im Wasserbad geschwenkt so dass sich der gelöste Schmutz leichter von der Oberfläche trennt.
  10. Wenn er nun endgültig aus dem Bad genommen wird perlt ein Großteil der Wassertropfen bereits ab.
  11. Sollte die Oberfläche bereits sauber sein kann man ihn einfach schräg aufstellen und warten, bis das restliche Wasser verdunstet ist. Ich habe mir angewöhnt die verbliebenen Wassertropfen mit einem Druckluftspray restlos zu entfernen. Noch verbliebene Flecken werden vorsichtig mit im Zubehörhandel erhältlichen Mittel entfernt.
  12. Der Zusammenbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, wobei bei der Montage des Spiegels in seinem Halter darauf zu achten ist, das die Schrauben nicht zu fest angezogen werden. Dies könnte leicht zu einer Verspannung des empfindlichen Teiles führen.
  13. Die letzte Arbeit ist schließlich die Justage des Newton. Diese erfolgt von mir mittels Laser.

Abschließend möcht ich noch anführen, dass ich kein Verfechter von häufigem reinigen der Spiegel bin. Nachweisbare Beeinträchtigungen durch einen nicht optimal gereinigten Hauptspiegel konnte ich bisher noch nicht wahrnehmen. Für mich beschränkt sich diese Tätigkeit daher auf ein mal im Jahr.
Newton  Umbau auf f/4
Da mir mein Newton mit 1200 mm Brennweite etwas zu lang war habe ich beschlossen den Spiegel gegen einen mit kürzerer Brennweite auszutauschen. Als neuer Spiegel kommt nun ein Galaxy Spiegel mit 1000 mm Brennweite und F4  zum Einsatz. Nachdem ich zum Kürzen des Tubus diesen geänzlich auseinandernehmen musste wurde dieser auch gleich mittels schwarzer Velourfolie ausgekleidet. Ebenso wurden einige metallisch  glänzende Stellen am Okularauszug schwarz gefärbt.  Der erste Test verlief vielversprechend.
Allerdings zeigte sich auch, dass der Fangspiegel für Fotografie ebenfalls etwas zu klein geraten ist. Daher wurde dieser gegen einen mit 80 mm, kurzer Seite, ausgetauscht.
Hähnel Giga T Pro II  Fernauslöser
Dabei handelt es sich um einen Programmierbaren Fernauslöser mit dem man ganze Serienaufnahmen automaisiert anfertigen kann. Besonders in der Astrofotografie ein sehr nützliches Gerät. Leider ist die im Handgerät eingebaute CR2032 Knopfzelle im Dauerbetrieb bereits nach kurzer Zeit leer. Daher suchte ich nach einer Lösung, wo einerseits die originale Batterie im Gerät verbleibt, bei Bedarf  aber eine externe, mobile Stromversorgung angeschlossen werden kann.
Ich entschied mich daher in das Gerät eine kleine Steckerbuchse aus dem Modellbaubereich einzubauen. Als externe Stromversorgung besorgte ich mir in einem Elektronikladen eine kleine Handbox in die zwei 1,5 Volt Batterien eingelegt werden können. Um ein paar EURO fand ich ein derartiges Teil, das noch dazu mit einem Ein/Aus Schalter versehen war.
Nikon D5200 mit MGEN 2 steuern
Eigentlich ist der Autoguider MGEN 2 für die Steuerung einer Canon Kamera optimiert. Mit den richtigen Kabeln ist dies aber auch mit einer Nikon D5200 möglich. Als Basis dient das mit dem Hähnel Giga Pro mitgelieferte Kabel für den Fernsteueranschluß der 5200. Diese besitzt einen 2,5 mm Stereo Klinkenstecker.  Mit einem Adapter von 2,5 mm Klinke auf 3,5 mm Klinke komme ich auf die Grösse des Anschlusses am MGEN. Nun brauche ich nur noch ein Verlängerungskabel für 3,5 mm Klinkenstecker damit das Kabel auch vom MGEN zur Kamera reicht.
Das Auslösen von Serien funktioniert nun problemlos. Damit kann am MGEN auch die RD Funktion mit meiner D5200 genutzt werden. Mit der Nikon D700 hat dies leider nicht funktioniert.
Kreativität ist das Vergnügen, das sich als Arbeit verkaufen lässt.
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