Nikon D5200 Astromodifikation - Der Umbau

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Nikon D5200 Astromodifikation - Der Umbau

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Veröffentlicht von Karl Wurm in Werkstatt · 9 November 2021
Tags: NikonD5200AstromodifikationUmbauAstrofotografieDarkframes
Ich habe es gewagt !!

Heute habe ich meine Nikon D5200 für die Astrofotografie modifiziert. - Mit ungeahnten Folgen.

Gleich vorweg. Jeder sollte sich gut überlegen, ob er diesen Umbau selbst in Angriff nimmt. Da ich meine Nikon nur mehr ausschließlich für die Astrofotografie verwende habe ich es nach langem Zögern nun doch versucht. Wobei die Herausforderung es selbst zu schaffen meine eigentlichen Beweggründe waren. Hier möchte ich meine damit gemachten Erfahrungen weitergeben.

Ausgangspunkt war eine Anleitung in Netz die die einzelnen Schritte im Detail sehr gut erklärt. Dabei wird der dem Senor vorgelagerte Sperrfilter zur gänze entnommen um eine maximale Infrarottauglichkeit zu erreichen. Es muss jedem klar sein, dass dies nicht nur ein großer Eingriff in die Kamera bedeutet sondern sich auch die Eigenschaften der Kamera verändern.  Verunreinigung des Sensors, Fehler beim zerlegen bzw. Zusammenbau, usw. sind dabei möglich. Ebenso wird die Funktion der Sensorreinigung, eigenlich wird ja nur der Filter gereinigt, entfernt.

TIP 1:  Ich habe alle Schrauben auf kleinen Zetteln beschriftet in zugehörigen Gruppen zusammengelegt zB. unten, Seite, Vorne, obere Platine, Sensor usw. damit habe ich eine Verwechslung der einzelnen Teile ausgeschlossen.
TIP 2:  Bei der Nikon D5200 befinden sich zwei verstekckte Schrauben im Gehäuse. Eine unter der rechten Daumenauflage unterhalb des Einstellrades. Die zweite unter der Abdeckung des Dioptrienausgleiches für den Sucher. Beide müssen daher entfert werden.

Das entsprechende YouTube Video könnt ihr finden wenn ihr in YouTube nach "Umbau einer DSLR zu einer IR geeigneten Kamera" sucht.




Um die Übersicht bei den Schrauben nicht zu verlieren habe ich mir einige Handzettel beschriftet um beim Zusammenbau wieder die richtige Zuordnung zu finden.








Hier ist bereits das offen Kameragehäuse zu sehen. Besondere Vorsicht ist bei der Öffnung der einzelnen Flachband Anschlüsse gegeben. Insbesonders beim Zusammenbau haben diese ihre Tücken.











So sieht der entfernte Filter der Kamera aus. Die Farbe lässt schon darauf schließen, dass der Standard Weissabgleich der Kamera nicht mehr funktionieren wird und die Bilder nun einen deutlichen Rot,- bzw. Magentastich haben werden.











Die gleich zu Beginn erstellen Fleatframes zeigten eine doch sehr ausgeprägte Rotfärbung.












Bei der Erstellung der Darkfames erlebte ich dann doch eine unliebsame Überraschung. Vom unteren Bildrand breitet sich ein roter Schleier fast über das gesamte Bild aus. Weiters gibt es am rechten Bildrand einen Streifen der Offenbar davon nicht betroffen ist. Und das bereits bei einer Belichtungsdauer von 5 Minuten. Ob dieser Effekt beim Dunkelstromabzug der Astrobilder vollständig eliminiert werden kann bleibt abzuwarten.

Zufrieden bin ich damit allerdings nicht !!



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