Bildbearbeitung Astrofoto - Karl's Hobbyseiten

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A S T R O N O M I E


A S T R O N O M I E
BILDBEARBEITUNG
A L L G E M E I N E S
Wer der Meinung ist, die Aufnahme von Deep Sky Objekten und deren Bearbeitung ist mit der Entwicklung von normalen Fotos vergleichbar, der irrt (so wie ich) gewaltig. Der Umgang und das Verständnis über die Verwendung von Bildbearbeitungsprogrammen im herkömmlichen Sinn sind zwar durchaus hilfreich, aber doch weit entfernt von den Anforderungen an ein Astofoto.

Durch die zum Teil sehr langen Belichtungszeiten steigt das Rauschverhalten stark an. Darüber hinaus ist man mit Vignettierungen, Hotpixel aber auch Problemen mit der Qualität des Himmels (Seeing) und noch mehr konfrontiert. Um auch Einsteiger nicht gleich zu überfordern möchte ich mich hier auf die für mich persönlich wichtigsten Probleme konzentrieren.

Jeder muss im Laufe der Zeit selbst entscheiden welchen Workflow er für sich entwickelt und welche Ansprüche er an seine Bilder hat. Steigende Qualität ist hier fast immer auch mit ansteigendem Zeitaufwand verbunden.
S O N N E
M O N D
D E E P  - S K Y
Deep - Sky - Tiefer (Dunkler) Himmel ! Wäre schön wenn dies in der heutigen Zeit noch zutreffen würde.

Aufnahmetechnik:
  • Nikon D5200 - seit Ende 2021 astromidifiziert - siehe Beitrag über Kameraumbau
  • MGEN 3 Autoguider mit Kabel zur Ansteuerung der Kamera
  • Komakorrektor für f4
  • Einige Filter, Optolong L-Pro, UHC, CLS filter alle in 2 Zoll Ausführung

Aufnahmesetting:
  • 2 Stern Alignment - wenn notwendig.
  • Scharfstellung an einem helleren Stern
  • Anfahren des gewünschten Objektes
  • Probeaufnahme noch ohne Autoguider mit hohen ISO Werten zur Positionskontrolle
  • Start des Autoguiders
  • Anfertigung von ein oder zwei Probebilder um die richtige Belichtungszeit zu erhalten.
  • Programmierung der gewünschten Anzahl von Fotos. Die Aufnahmen erfolgen meist mit ISO 200 bis 400
  • Die Anfertigung von Darks erfolgt am Ende der Session.
Mit welchen Bildern arbeite ich derzeit ?

Lightframes:              Dies sind die eigentlichen Aufnahmen. ( dzt. meist 10-20 Stk)
Darkfames:                Dunkelbilder zur Minimierung des Bildrauschens. (dzt. meist 5-8 Stk. )
Flatframes:                Bilder die die Vignettierung und sonstige Bildfehler beheben. (20 Stk.)
Biasframes:               Dienen zum herausrechnen des internen Ausleserauschens der Kamera (20 Stk.)

Die genaue Anfertigung dieser Bilder kann man in vielen Internetseiten nachlesen.
Bis vor kurzem habe ich lediglich mit Lightframes gearbeitet. Viel Aufnahmen sind daher mit diesen alleine entstanden.
Inzwischen bin ich dabei auch die weiteren Frames zu verwenden. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass sich die Mühe auf jedenfall lohnt. Nicht nur das Rauschen, vor allem die Bildfehler, zB Vignettierung an den Bildrändern und das Chipglühen wird dadurch stark abgemildert bzw. verschwindet ganz. Es ergibt sich dadurch mehr Spielraum bei der eigentlichen Bearbeitung der Objekte.

Bildbearbeitungs Ablauf:

Mein derzeitiger Top Favorit zum Stacken von Astrobildern ist das Programm "DeepSkyStacker". Mit diesem Shareware Programm ist die Verarbeitung der oftmals vielen Frames eine wunderbare Sache. Ebenso Leistungsfähig und noch dazu mit vielen weiteren Funktionen ist das Programm "Fitsworks", dass aber nicht mehr weiter entwickelt wird. Mein derzeitiger Workflow sieht wie folgt aus:

  • Aufnahmen im RAW Format
  • Import der einzelnen Bilder in den PC
  • Stacken der Frames mit DeepSkyStacker
  • Export als 16 Bit TIFF
  • Weiterverarbeitung in Lightroom, Photoshop oder Fitsworks
  • Die Verwaltung und Verschlagwortung erfolgt in Lightroom.
P L A N E T E N
Technik:

  • Nikon One mit Adapter für 1,25 Zoll
  • Aufnahmen fallweise in RAW oder Videosequenz
  • 2 fach und 5 fach Teleextender - wenn es die Sicht zulässt.

Bearbeitung:

Für die Verarbeitung der Bilder verwende ich das Programm "Registax". Dabei werden die eingelesenen Bilder (Bei Videos schon mal ein paar tausend) , analysiert und anhand eines Referenzbildes in der Qualität sortiert. Nach Festlegung der oberen Qualitätsgrenze werden die Bilder verrechnet und anschließend weiter bearbeitet. Die Handhabung dieses leistungsfähigen Programmes benötigt allerdings schon etwas mehr Einarbeitungszeit um vernünftige Ergebnisse zu erzielen.
Eine finale Bearbeitung in Lighroom oder Fotoshop kann im Bedarfsfall noch erfolgen.
Astronomie zu betreiben heißt die Gedanken Gottes zu lesen (Johannes Keppler)
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